Alumnorum Societas | Vol. 1

Unweit des Alexanderplatzes liegt das 4-Sterne-Superior-Designhotel mit Sterneküche und der Skybar im 14. Stock inklusive 270°-Ausblick über die Dächer Berlins. Events werden auf über 3.880 m² ausgerichtet, Rückzugsort bieten 557 Zimmer und der hauseigene Spa und Fitnessbereich. Das Vienna House Andel’s Berlin ist seit kurzer Zeit nach seiner Eröffnung 2009 bereits langwieriger Kooperationspartner der HWR Berlin und bietet jedes Jahr Studienplätze für BWL/ Tourismus. Um Euch einen Einblick zu verschaffen, welche Möglichkeiten uns Studierte Weltenbummler nach dem B.A. BWL/ Tourismus erwarten, geben wir unterschiedlichen Alumni aus unserer Branche die Gelegenheit, ihren Werdegang vor, während und nach dem Studium mit Euch zu teilen. Wer weiß – womöglich findest Du hier Deine Inspiration für Deine berufliche Zukunft?

Kurze Vorstellung: Woher kommst Du ursprünglich? Wie sah Dein bisheriger Werdegang aus?

Mein Name ist Amanda Zerban. Ich bin in Berlin geboren, habe hier mein Abitur abgeschlossen und bin danach ins Ausland, d.h. ich war zunächst für ein Jahr in Australien in Form eines klassischen Work & Travel‘s und bin schließlich für ein halbes Jahr nach München gegangen. Dort habe ich auf Events gearbeitet für die Firma Audi, und anschließend bin ich dann für ein halbes Jahr nach Menorca gegangen und habe da Animation gemacht – quasi als Überbrückung bis zum Studium.

Wie bist zu zum dualen Studium gelangt? Durch die HWR, das Andel’s oder Andere?

Das war mehr oder minder ein Zufall. Das Andel’s hatte 2009 erst eröffnet – das war ganz frisch gebaut worden, das Gebäude lag auch lange Zeit davor brach und es gab einige Gerüchte, was daraus nun wird. Als es hieß, dass ein großes Hotel daraus gebaut wurde, war das auch einfach bekannt in der Gegend. 2009 habe ich mein Abitur gemacht – zu der Zeit war das duale Studium noch relativ frisch. Da fing das so ein bisschen an, dass Studienberater in die Schulen gegangen sind und von dem neuen Konzept erzählt haben. Ich wusste, dass Hotellerie mir Spaß macht bzw. Gastronomie in erster Linie durch meine Erfahrungen in Australien und habe mich 2011 für eine Aushilfstätigkeit im Andel’s beworben, da es auch relativ nah an meinem Wohnort war. Im Interview mit der Restaurantleiterin Anke Unbenannt wurde ich dann aufmerksam auf das duale Studium im Vienna House Andel’s Berlin gemacht.

Mit welchen Erwartungen bist Du an das Studium herangegangen?

Im Sommer vor Studienstart hieß es, dass ich den Platz kriege – da war ich superglücklich. Aus der Modulübersicht fand ich alles total spannend. Aus der damaligen Sicht mit dem Abitur in der Tasche hat man ja noch keine Vorstellung, was sich hinter dem Modul verbirgt. Aber da fand ich alle zum großen Teil so spannend, dass ich wusste, dass das mein Studium ist.

Wie war der Start für Dich?

Insgesamt kannte ich schon viele Mitarbeiter durch den Service und dadurch, dass ich dort einen guten Job gemacht habe, sodass ich übernommen wurde, hatte ich schon ein Bein im Betrieb. Als Aushilfe wurde ich eingesetzt, wenn viel los war und habe dementsprechend die Abteilung entlastet, d.h. vom Miteinander war das ein guter Einstieg und eher einfacher für mich: Ich kannte das Haus und mochte das Haus sehr. Da war das wie gesagt brandneu, und ich konnte die unverbrauchte Neueröffnungsstimmung miterleben. Diesen Luxus habe ich schon damals total bewundert.
Ansonsten war der Einstieg ins Studium auch relativ einfach, da ich die Sicherheit seitens des Betriebes auf meiner Seite hatte. Allerdings war es auch zunächst wieder eine Umstellung, da ich zwei Jahre zwischen Abitur und Studium hatte – da war ich schon etwas raus aus der Materie. Und der Anspruch ist zunächst einmal doch sehr hoch; es ist ein anderes Arbeiten. Der Wechsel von Schule zum Studium ist eine ganz andere Leistungserwartung. In der Schule wird man eher noch „mitgenommen“ – wenn man etwas nicht versteht, wird einem das direkt erklärt. Bei Vorlesungen ist das dann nicht mehr der Fall. Da erinnere ich mich, dass das eine Umstellung war. Im ersten Semester hatte ich an manchen Tagen von 08:00 – 20:00 Uhr Vorlesung – das ist schon recht viel vom Volumen.

Wie sah Dein Einsatz im Vienna House Andel’s Berlin aus?

Ich war im Frühstücks- und Bankettservice, in der Küche, am Empfang, im Einkauf, Housekeeping, Sales, in der Buchhaltung und letztendlich im Human Resources. Der Werdegang zum HR wurde durch einen Besuch auf einer Ausbildungsmesse eingeleitet, auf welcher ich die damalige Personalleiterin begleiten durfte. Ich bekam einen Stapel Bögen in die Hand und sollte quasi „Hardcore“-Akquise betreiben. Nach ein paar Stunden hatte ich alles verteilt mit sehr guten Ergebnissen. Infolgedessen bekam ich die Chance, im Rahmen des Studiums auch im HR Einblicke zu erhalten, was ursprünglich nicht im Rahmenplan enthalten war. Das wollte ich unbedingt, da mich das sehr interessiert hat. Da ich dann gemerkt habe während der ersten Monate im HR, dass ich das auch weiterhin machen möchte, durfte ich bis zum Ende des Studiums im 5. Und 6. Semester durchgängig im HR arbeiten. Tatsächlich war das also eigentlich eher ein „Zufall“ durch die Messe – davor habe ich schon mit den Tätigkeiten des HR geliebäugelt, allerdings war es eben nicht vorgebeben seitens des Betriebes. Ich war also sehr glücklich darüber, dass sich die Gelegenheit geboten hat.

Denkst Du, dass die dual Studierenden einen ganz anderen Einblick in den Betrieb bzw. die Abteilungen haben?

Das auf jeden Fall. Man wird auch oft ganz anders geschätzt im Betrieb. Durch die Verzahnung zu den theoretischen Modulen hinterfragen die Studierenden meist die Prozesse im Betrieb, z.B. kann man die Abläufe im Einkauf mit dem Modul „Materialwirtschaft“ verknüpfen. Das wird sicherlich auch von den Abteilungsleitern geschätzt.

Was waren Deine Ziele während des Studiums?

Die Abteilung ist während des Studiums klar gewesen – das HR. Dann habe ich mir selbst Zeit gegeben und habe keinen 5-Jahres-Plan mit festen Karriereplänen erstellt. Ich wusste, dass es noch sehr viel zu Lernen gab in der Berufswelt, die an der Uni nicht gelehrt werden kann. Beispielsweise Steuerrecht und Sozialversicherungen oder Arbeitsrecht. Ich wusste ebenso zum Ende des Studiums, dass ich definitiv nichts Anderes als das HR machen wollte, was ich auch im damaligen Übernahmegespräch zur Sprache gebracht habe. Für mich gab es keinen Plan B in dem Sinne, da ich unbedingt im HR arbeiten wollte. Deswegen ist es sehr wichtig, schon während des Studiums zu hinterfragen, ob gewisse Abteilungen zu einem passen und ob die Arbeit einem dort Spaß macht. Ein Vorteil beim dualen Studium und insbesondere in der Hotellerie ist es, dass man so unterschiedliche Bereiche kennenlernen kann und daher relativ viel Auswahl hat. Nach meinem Studium wurde ich vom Andel’s als HR Trainee übernommen und wurde relativ schnell als feste Personalreferentin eingestellt; in dieser Position war ich 3-4 Jahre tätig. Die drei Jahre nach dem Studium braucht man einfach, um sich fachlich zu festigen. Das ist ganz klar. Denn dafür bereitet das Studium natürlich eher generell vor. Um sich zu spezialisieren, ist die Berufserfahrung im Anschluss nötig.

Warst Du glücklich darüber, von Deinem Betrieb übernommen zu werden?

Klar, denn das ist natürlich das, was man kennt und gewohnt ist. Ich hatte zudem auch eine unglaubliche Bindung zu dem Hotel. Wenn ich heute daran vorbeifahre, ist das einfach ein wunderschönes Produkt, hinter dem ich nach wie vor stehen kann. Ich kannte jede Ecke, jeden Winkel und Kellergang, viele Geschichten und die Kollegen. Das war auf jeden Fall etwas Besonderes.
Natürlich kam auch nach den 3-4 Jahren auch der Punkt, an dem ich weiterwachsen und neue Perspektiven wahrnehmen wollte. Ganz klassisch wurde ich über XING als jetzige Personalleiterin im Mövenpick Hotel Berlin akquiriert. Dabei habe ich von einem großen Hotel mit 557 Zimmern auf 243 Zimmer gewechselt. Das war eine große Herausforderung für mich.

Würdest Du auch bereits Berufserfahrene, die womöglich die nächste Qualifikation erreichen möchten, zu diesem Studium raten?

Definitiv. Das lohnt sich. Im fortgeschrittenen Alter steht eher die Finanzierungsfrage zur Debatte, da man sich das natürlich leisten können muss. Auch zeitlich ist das Studium sehr belastend. Ich kann das Studium für 30-Jährige genauso empfehlen wie für 19-Jährige.

Welche Tipps kannst Du Bewerbern geben, die den Auswahlprozess noch vor sich haben?

Auf jeden Fall alles abwägen, sprich für sich selbst eine Pro-Contra-Liste erstellen. Eine gute Vorbereitung, sodass man weiß, was einen erwartet, z.B. diesen Blog zu lesen oder mit Studierenden zu sprechen. Man kann auch oft an Hochschulen an Probevorlesungen teilnehmen. Auch nicht zu vergessen ist die Note in Mathematik, was teilweise doch auch zum Ausschluss führen kann. Zudem ist die Reife auch ausschlaggebend – da sollte man sich ruhig selbst den Druck abnehmen und sich Zeit geben.

Vielen Dank für Deine Zeit, Amanda!

Das moderne 4-Sterne-Superior Mövenpick Hotel Berlin liegt im Zentrum Berlins unweit des Potsdamer Platzes. Hier erwarten einen elegantes Innendesign in 243 Zimmern, 12 Tagungsräumen, Sauna und Fitnessbereich sowie ein Restaurant und eine Bar. Falls Du Interesse an einem dualen Studium im Mövenpick Hotel Berlin bekommen hast, melde dich direkt bei Amanda.
Im Vienna House Andel’s Berlin und im Mövenpick Hotel Berlin gibt es noch freie Studienplätze für das Wintersemester 2019! Worauf wartest Du noch? Bewirb Dich und werde Teil der Studierten Weltenbummler!

A.G.

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