ITB 2019 | VOL. 2

An einem Tag einmal um die Welt

Eigentlich ist es unmöglich innerhalb eines Tages die ganze Welt zu entdecken, doch die Internationale Tourismus Börse in Berlin macht dies möglich. Vom 6. bis 10. März 2019 präsentierten sich um die 10.000 Aussteller aus über 180 Ländern und Regionen aller Kontinente dar. Sie stellten ihre Kulturen, landestypischen Spezialitäten und ihre für uns außergewöhnlichen Traditionen vor.

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Das diesjährige Partnerland der ITB war Malaysia. Mit aufwendig hübschen Kostümen begrüßten die Malaysier schon am Dienstagabend vor der Eröffnungsfeier die internationalen Gäste aus aller Welt. Während einer einstündigen Darbietung stellte sich das Partnerland mit volkstümlichen Tänzen, Liedern und Geschichten dar. Die darauffolgenden Tage konnte in der Halle 26 in die malaysische Kultur eingetaucht werden. Hier wurden Tänze aufgeführt und traditionell gekleidete Semba-Frauen verteilten die malaysische Spezialität „Sarawak-Schichtkuchen“, welcher in den buntesten Farben und Geschmäckern glänzte. Als beliebtes Reisesouvenir konnten sich die Besucher Henna-Tattoos auf die Haut malen lassen. Diese Kunstwerke werden mit hauchdünnen Linien gezeichnet und halten bis zu sechs Wochen.

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Auch Korea stellte die traditionelle Küche vor. Dabei konnte zum einen „Kimchi“, ein vergorener Kohl mit scharfer Soße überzogen, verkostet werden, zum anderen „Bulgogi“, dünne Scheiben Rindfleisch mit einer süßlichen Marinade überzogen.

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Der Reiseveranstalter Chinatours zog durch den außergewöhnlichen Drachentanz die zahlreichen Gäste in den Bann Chinas. Diese Art von Tanz ist ein Symbol der chinesischen Kultur. Hierbei imitieren Tänzerinnen und Tänzer in einem Kostüm die Bewegungen eines Drachens mit Hilfe von Stöcken, Händen und Füßen. Dieser Tanz bedarf einen einstudierten Ablauf, bei dem eine Menge Geschick benötigt wird. Der Drache stellt in China einen Glücksbringer dar, welcher Reichtum, Gesundheit und Glück beschert.

Darüber hinaus präsentierten die Künstler die chinesische Kampfkunst „Wushu“. Mit geschickten Bewegungen, reichlich Gleichgewicht sowie Körperspannung zeigten die Künstler eine andere ausdruckskräftige Art von Kampf.

Abschließend konnten die Zuschauer selbst Hand anlegen und an einem Glücksrad drehen. Der Hauptpreis war eine Reise nach China. Zum Erstaunen aller drehte die erste Kandidatin das Rad und es hielt direkt auf dem Symbol der Reise an. Somit war der Hauptpreis vergeben.

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Doch nicht nur die fernen Länder hinterließen einen bleibenden Eindruck. Auch Sachsen beispielsweise füllte die Halle 11.2 mit Tönen verschiedener Instrumente eines außergewöhnlichen Ein-Mann-Orchesters. Peter Till mit seinem Universal Druckluftorchester bot eine ausgezeichnete Show und unterhielt die Gäste mit Liedern unterschiedlichsten Genres. Rhythmisches Fußstampfen, Klatschen und Mitsingen war hier vorprogrammiert.

Die ITB ermöglicht es innerhalb kürzester Zeit verschiedene Menschen, Länder und Traditionen kennenzulernen und über den eigenen Horizont hinauszuschauen. Darüber hinaus kann der nächste Urlaub direkt geplant oder einfach nur Inspirationen für die nächste Reise gesammelt werden.

Vor allem das Miteinander, die Hilfsbereitschaft und die Offenheit der verschiedensten Kulturen bleibt in besonderer Erinnerung, welche bereits jetzt eine große Vorfreude auf die ITB 2020 beschert.

J.H.

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