ITB 2019 | VOL. 4

Die ITB – nur etwas für Geschäftsleute? Auf keinen Fall!

Als Kind hatte ich das Glück, in einem Haus mit Garten und einer Nachbarschaft voller Kinder aufwachsen zu dürfen. Jede freie Minute haben wir miteinander gespielt, draußen oder drinnen, ob Sommer oder Winter. Unserer Kreativität waren keine Grenzen gesetzt! Je nachdem bei welchem der Nachbarskinder wir gerade waren, haben wir uns Spiele ausgedacht, Sandburgen gebaut und Stunden auf dem Trampolin oder im Pool verbracht.

Natürlich wächst jede Generation entsprechend der kulturellen, technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen anders auf. In der heutigen Zeit der Globalisierung wachsen die Kinder mit viel Technologie auf. In Restaurants, der Straßenbahn, aber auch bei Familien Zuhause sieht man Kinder mit Smartphones oder Tablets spielen. Der Vorteil daran ist, dass die Kinder schon früh den Umgang mit digitalen Medien erlernen. Der spielt natürlich eine große Rolle im tagtäglichen Leben – sei es auf der Arbeit oder in der Schule. Durch die vielen kindgerechten Spiele stärkt er zusätzlich die Fähigkeit, sich in neue Situationen hineinzuversetzen.  Allerdings können sich die Kinder dabei oftmals wichtige Eigenschaften wie Sensibilität oder Kreativität weniger aneignen. Der Alltag in den wirtschaftlich stark entwickelten Industrieländern wird aber nicht nur von der intensiven Nutzung von Technologien geprägt, sondern zunehmend auch von Hektik und Hast. Um dennoch eine intime Beziehung zu den Kindern aufzubauen, legen immer mehr Eltern Wert auf Entschleunigung. Dabei geht es darum, dem immer schneller werdenden täglichen Trott zu entkommen und absichtlich langsam zu sein. Somit soll erreicht werden, dass die Zeit wieder als wertvolles Gut erachtet wird, indem sie damit verbracht wird, sich mit den Mitmenschen sowie der umliegenden Natur zu befassen.

Es ist also wichtig, einen passenden Ausgleich zur Hektik und zur digitalen Welt zu finden. Und was ist da besser geeignet als Urlaub? Auf der Internationalen Tourismusbörse haben sich selbstverständlich viele business-orientierte Firmen oder Geschäftsleute präsentiert. Aber natürlich gab es auch viele interessante Firmen, welche vor allem für die Privatbesuchertage touristische Leistungen außerhalb der Geschäftswelt anbieten. Unter anderem in der Halle 4.1 Youth Travel waren viele Aussteller aus dem Bereich der Schulfahrtenveranstalter oder Jugendreisen vertreten.

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ITB Berlin 2019, Deutscher Fachverband für Jugendreisen e.V. – Copyright: Messe Berlin

Ganz besonders hat mich  in der Halle 8.1 der Stand sowie das Konzept von Familotel angesprochen. Familotel ist eine Kooperation von mehr als 60 Familienhotels in sechs Ländern. Geworben wird mit einem auf Familienurlaub abgestimmten Leistungs- und Serviceangebot. Dabei gibt es nicht nur Angebote für Familien mit kleinen Kindern, sondern bis hin zum Teenager-Alter. Die Gäste erwartet bei ihren Aufenthalten familiengerechte Hotels mit kindergerechter Verpflegung sowie Kinderbetreuung, altersgerechte Freizeitmöglichkeiten, eine ruhige Lage und gute Anbindung. Die Vielfältigkeit ist ungemein, da die Hotels zwar der Kooperation angehören, aber dennoch eigenständige Familienhotels in unterschiedlichen Kategorien sind.

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Messestand Familotel – Copyright: http://www.familotel.com/de/service/messetermine/

Die ITB ist also nicht nur ein Ort, um Geschäfte abzuwickeln, sondern auch perfekt für Familien, die Inspiration für ihren nächsten gemeinsamen Urlaub suchen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die es sich um eine Familie mit Kleinkinder oder mit Teenagern handelt.

C.H.

Von der Trinkerbörse zur Weltmesse

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Vor zwei Jahren feierte die ITB Berlin, auf der wir – die „Studierten Weltenbummler“ – seit Jahren mit einem eigenen Stand vertreten sind, 50-jähriges Jubiläum. Der Journalist Horst Schwartz, der unser Projekt schon seit Jahren als Dozent für Öffentlichkeitsarbeit betreut, hat damals die spannende Geschichte der Messe aufgeschrieben. Sie ist in „Columbus“ erschienen, der Zeitschrift der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten. Autor und Verlag haben uns erlaubt, die Geschichte noch einmal zu bringen.

Schnell hat die Internationale Tourismus Börse ITB – die inzwischen offiziell ITB Berlin genannt wird – ihren Spitznamen bekommen: Internationale Trinker Börse. Es wurde wirklich viel getrunken auf der Messe in früheren Zeiten, um nicht zu sagen: Es wurde gesoffen. Wer seit Jahrzehnten auf der ITB unterwegs ist, wird sich an Interviewpartner erinnern, mit denen man sich am besten mittags zwischen 12 und 15 Uhr verabredete. Vor 12 Uhr waren sie noch nicht nüchtern, und nach 15 Uhr waren sie nicht mehr nüchtern.

Das ausgiebige Feiern ist seit vielen Jahren passé. Zu gigantisch ist die weltgrößte Tourismusmesse geworden und zu stressig, um sich mit Alkohol auszubremsen. Die  Fachbesuchertage haben sich auf drei konzentriert, das verlangt stringentes Arbeiten. Früher war das anders. Die ITB erstreckte sich wie heute die Grüne Woche über zwei Wochenenden. Da fiel es nicht so ins Gewicht, wenn Touristikmanager mal einen Tag mit „Migräne“ ausfielen. 1980 wurde die Fach- und Publikumsmesse um ein Wochenende gekürzt, im Laufe der Jahre folgten weitere Streichungen. Auch die Zahl abendlicher Empfänge und Feste ist rapide zurückgegangen. Sie gehörten früher zur Reisemesse unterm Funkturm wie ein Papier-Ticket zur Flugreise. Im letzten Jahr lud JT-Geschäftsführerin Yasmine Taylor zur ersten „Pink Party“. Ihr Ziel: Der weltgrößten Tourismusmesse wieder ein abendliches Highlight zu bescheren, bei dem Glamour, Show und Tourismus zusammentreffen.

Klein, fast mickrig startete die ITB Berlin. Lediglich neun Aussteller aus fünf Ländern nahmen an der ersten ITB in Berlin teil, die der Übersee-Importmesse „Partner des Fortschritts“ angegliedert war. Die Ausstellungsfläche betrug seinerzeit 580 Quadratmeter. Die Entwicklung spricht Bände: 160.000 Quadratmeter wurden 2015 vermietet, gebucht von über 10.000 Ausstellern aus 186 Ländern. Rechnet man alle Verträge und Abschlüsse zusammen, beträgt der Umsatz der Aussteller und Fachbesucher 6,7 Milliarden Euro.

Die Pioniere aus dem Jahr 1966 heißen Ägypten, Brasilien, die Bundesrepublik, Guinea und Irak. 250 Fachbesucher wurden im ersten Jahr gezählt. Sie nahmen in der Kongresshalle im Tiergarten an einem Seminar zum Thema „Neue Urlaubsziele in neuen Kontinenten“ teil. Dabei wirkten Vertreter von 24 mittel- und westafrikanischen Staaten mit.

1966 erste ITB

Der Visionär, der den Mut hatte, die ITB aus der Taufe zu heben, heißt Dr. Manfred Busche. Als Angestellter der AMK (Ausstellungs-, Messe- und Kongress-Gesellschaft), wie die Messe Berlin damals hieß, erdachte er das neue Format. Ein Jahr später, von 1967 bis 1999, wurde Dr. Busche Geschäftsführer der Berliner Messegesellschaft. All die Jahre wurde er anerkennend „Vater der ITB“ genannt, er nahm das schmunzelnd zur Kenntnis. Dabei schlug ihm viel Gegenwind entgegen, als er vor einem halben Jahrhundert seine ITB-Pläne präsentierte. Die Messe suchte dringend nach einem neuen Betätigungsfeld. „Zuerst war eine Jagdausstellung im Gespräch“, erinnert sich Dr. Busche, „in Anbetracht des Viermächte-Status von Berlin schien uns die Umsetzung allerdings illusorisch, diese Branche hat ja mit Waffen zu tun…“

Seine Idee einer Reisemesse kam nicht überall gut an. Reisebüro-Inhaber befürchteten eine

Verschiebung ihres Reisegeschäfts. Hoteliers sahen eine Expansion der Hotelkapazität auf Berlin zukommen. Der Gedanke, dass Konkurrenz das Geschäft belebt, war im damaligen West-Berlin nicht weit verbreitet. Doch Dr. Busche erzielte schnell Erfolg. Schon die zweite ITB 1968 brachte den dauerhaften Durchbruch:  Sprunghaft kletterte die Ausstellungsfläche auf fast das Achtfache, mehr als fünfmal so viele Fachbesucher kamen auf das Messegelände. Bemerkenswert war die Teilnahme der zwei Ostblockländer Ungarn und Rumänien. Damals steckte die Welt noch mitten im Kalten Krieg. Dieser Ansatz entwickelte sich zu einer Art Markenzeichen der Messe: Unabhängig von politischen und weltanschaulichen Grenzen wurden und werden Länder und Gebiete zur ITB zugelassen, ja geradezu eingeladen. Sternstunden waren gemeinsame Pressekonferenzen sich feindlich gegenüber stehender Länder wie Israel und Ägypten.

Auch stellten und stellen Länder aus, die Untertanen nicht pfleglich behandeln und Menschenrechte wenig beachten. Auf der zu Busches Zeiten üblichen, stets gut besuchten und medial beachteten ITB-Abschlusspressekonferenz wurde der Messechef deswegen einmal hart angegangen. „Wenn Sie alle Länder von der Messe ausschließen würden, die es mit den Menschenrechten nicht genau nehmen, gäbe es keine ITB“, konterte er und fügte grummelig, wie er manchmal sein konnte, hinzu: „…und keinen Tourismus.“

Während seiner Amtszeit pilgerte Busche Abend für Abend von ITB-Event von ITB-Event. Kein Saal war ihm zu voll, keine Location zu eng, kein Weg zu weit, um mit Gastgebern, Ausstellern und Fachbesuchern ins Gespräch zu kommen. Oft ging das weit über Smalltalk hinaus. Er zelebrierte Networking – zu einer Zeit, als die touristische Welt das Wort noch gar nicht kannte..

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Von Anfang an führt die ITB ein Zwitterleben, sie ist Fach- und Publikumsmesse zugleich. Zur zweiten ITB trafen sich schon 1.250 Fachbesucher, und 123.000 Privatpersonen besuchten als Publikum die Messehallen unter dem Funkturm. Zu der hohen Zahl trug gewiss bei, dass die zweite ITB mit der Boots- und Freizeitschau stattfand. Diese Kombination wurde bis 1980 beibehalten, dann wurde die Bootsmesse von der ITB abgekoppelt. Die Begründung, dass die ITB alleine nicht so respektable Publikumszahlen erzielen konnte, lautete vor der Wende: Dem eingemauerten West-Berlin fehle das Umland. Doch auch nach dem Fall der Mauer änderte sich die Zahl nicht signifikant. Letztes Jahr kauften rund 50.000 Besucher ein Ticket.

Aus Sicht des Veranstalters ist der Spagat zwischen reiner Fachbesuchermesse und rasanter Show fürs Publikum eine Herausforderung. Mal ärgerten sich Aussteller und Fachbesucher über zu viel Lärm durch Folklore-Darbietungen, mal beklagte sich das Publikum über zu wenig Show. 1982 unternahm die Messe den Versuch, mit klaren Regelungen zur Folklore und weiteren Publikumsattraktionen die ITB als Publikumsveranstaltung fester zu verankern. Fachbesucher und Aussteller haben die ersten drei Tage Business-Atmosphäre, das Publikum kommt am Wochenende. Dieser Versuch ist gelungen, auch wenn sich das nicht in steigendem Besucherandrang niedergeschlagen hat.  Zeitig vor dem Messestart gibt die Messe sogar eine eigene Pressekonferenz zum Thema: ITB fürs Publikum.

Noch etwas zeichnet die Messe aus: Sie hat eine Spürnase für Trends. Oft frühzeitig entdeckte die ITB Marktsegmente, die sie mit eigenen Ausstellungsteilen bediente, viele sind zu ganzen Hallen gewachsen: Kinder- und Jugendreisen, Kulturtourismus, Ökotourismus, Reisen für alle, Travel Technology, Gay & Lesbian Travel… Die Aufzählung legt keinen Wert auf Vollständigkeit. Noch etwas zeichnet die Messe aus. Sie hat eine Spürnase für Trends. Oft frühzeitig entdeckte die ITB Marktsegmente, die sie mit eigenen Ausstellungsteilen bediente. Viele sind zu ganzen Hallen gewachsen: Kinder- und Jugendreisen/Youth Travel, Kulturtourismus, Ökotourismus, Reisen für alle, Travel Technology, ITB Career Center, Gay & Lesbian Travel… Die Aufzählung legt keinen Wert auf Vollständigkeit. Ohne die Cluster wären Spezialisten vermutlich unauffindbar. Das riesige Angebot sinnvoll zu bündeln und zugänglich zu machen, ist eine der Herkules-Aufgaben des ITB-Teams. Hilft die Messe den einen, sich zu etablieren, bietet sie anderen eine Plattform, gesehen und gehört zu werden. Fachlicher Austausch, durchaus tiefgründig und kontrovers, findet in teils hochrangigen Podiumsdiskussionen statt.

Kritische Töne – aber bitte nicht zu viele und nicht zu laut – sind gerne gehört. Einen Namen gemacht haben sich die „Zwischenrufe“ des Studienkreis für Tourismus und das Studiosus-Gespräch mit Experten. Weltweiten Ruf genießen die ITB-Foren. 1977 feierte das Kirchenforum Premiere, 1988 wurde zum ersten Male das Afrika-Forum veranstaltet, 1992 folgte das Karibik-Forum. Jüngstes Austauschforum ist der Tag des Barrierefreien Tourismus.

Tourismuskritiker und Anbieter von alternativen Reisen bezeichnen 1984 als Durchbruch: „Probehalber“, wie die Messe ankündigte, stellten sie in einer eigenen Halle mit dem Titel „Anderes Reisen“ aus. Seitdem gehören sie zur ITB wie die Kehrseite einer Medaille – verstreut übers gesamte Messegelände und nicht mehr nur in einer Halle. Kritisches wird auch mit einigen der Awards ausgedrückt, die im Zusammenhang mit der ITB reichlich verliehen werden. Einige waren nicht so beständig wie die ITB selbst. Da gab es mal die „Goldene Reisekutsche“ des Jaeger-Verlags und den messe-eigenen Filmwettbewerb „Prix ITB“. Beide sind Vergangenheit. Etabliert hat sich der Book Award – und auch der Columbus-Ehrenpreis „für besondere Verdienste um den Tourismus“. Zum zehnjährigen Bestehen der Weltmesse des Tourismus verlieh der VDRJ ihn zum ersten Mal an Bundeswirtschaftsminister Dr. Hans Friederichs. Die Liste der nachfolgenden Preisträger in vier Jahrzehnten liest sich wie der Gotha des Tourismus: César Manrique (1978), Dr. Martin Busche (1985), Horst von Xylander (1995), Friedensreich Hundertwasser (1998), Reinhold Messmer (2007), Klaus Laepple (2013)…

In dieser Ehrengalerie könnten wir uns auch gut Peter Köppen vorstellen. 34 (!) Jahre, von der vierten ITB bis zur Messe 2004, war er Pressesprecher der ITB. Ein Fels in der Brandung, eine Persönlichkeit mit Stil und Charme. Jahr für Jahr saß Peter Köppen auf seinem blauen Stuhl im Pressezentrum und stellte sich dem Ansturm der Journalisten aus aller Welt. Sein Presseteam war bunt gemischt und spiegelte die Vielfalt der Nationalitäten. Im babylonischen Sprachengewirr prasselten täglich tausende Fragen ungezählter Medienvertreter hier ein, Fragen nach Pressekonferenzen und Parkausweisen, Interviewterminen und Messetrends. Meist gelassen und geduldig, mitunter auch leicht genervt ob der Ansprüche einiger Journalisten, war er über Jahrzehnte der Pol, um den sich das Messegeschehen aus journalistischer Sicht drehte. Peter Köppen ist ein begnadeter Netzwerker. Und er hat ein feines Gespür. Manchem Journalisten verhalf er zu exklusiven Geschichten. Intensiv kümmerte er sich um den journalistischen Nachwuchs. Und als es noch nötig war, half er Kollegen auf den richtigen (Heim-)Weg, wenn diese sich zu sehr an den Spitznamen der Messe gehalten hatten. Sein blauer Stuhl steht noch immer in der Pressestelle.

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Erst verborgen in den Katakomben, inzwischen herangereift zum größten Tourismus-Kongress der Welt und nicht mehr wegzudenken, geben sich illustre Branchenvertreter beim ITB-Kongress die Klinke in die Hand. Parallel zu den Fachbesuchertagen wird hier ein hochkarätiges Programm zusammengestellt. Hotellerie, CSR, Tourismus-Marketing, die Zukunft des Reisens sind die Themen, die – stets unter Beachtung der aktuellen Entwicklung – an eigenen Schwerpunkttagen in mehreren Kongresssälen behandelt werden. ITB-Vater Busche nennt die Gründung des Kongresses einen „großen Meilenstein“. Den Charme der Anfangsjahre hat sich der ITB-Kongress erhalten, Dozenten, Kongressbesucher und Studenten kommen unkonventionell miteinander ins Gespräch.

Zum Jubiläum vor 25 Jahren widmete die Deutsche Bundespost der Messe eine 100-Pfennig-Sondermarke. Sie wurde in ganz Deutschland geklebt, nur nicht auf Briefe der Messe Berlin. „Dazu hätten wir ja extra einen Studenten anstellen müssen“, argumentierte die Messe und nutzte auch im Jubiläumsjahr den Freistempler. Diesmal gibt es keine Sondermarke.

Erwartet die ITB Berlin eine rosige Zukunft? „Im digitalen Zeitalter steigt die Sehnsucht nach persönlicher Begegnung“, ist der Vater der ITB überzeugt, „deshalb ist das jährliche Familientreffen auf der ITB Berlin, wo Menschen sich in die Augen sehen und die Hände schütteln, ein absolutes Muss.“ Oft ist die Begegnung eine kurze: „Wir sehen uns!“ rufen sich zwei Fachbesucher zu, die sich in irgendeiner Halle begegnen. Doch in dem Gewühl der Fachbesucher, der über 5.000 Journalisten aus 75 Ländern und der 350 Blogger aus 30 Ländern sehen sie sich – leider viel zu oft – nicht wieder.

Vereinigtes Königreich – mehr als nur Tea-Time

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Mit dem Vereinigtem Königreich wird oft Etikette, Eliteuniversitäten und Teezeit um 17:00 Uhr in Verbindung gebracht.

In jedem Vorurteil steckt immer ein Funken Wahrheit, jedoch ist es meist nur ein Bruchteil der Bevölkerung, der diese bestätigt. Die Teezeit wird meist nur von den älteren Generationen eingehalten, die Engländer drücken sich oftmals gewählt aus, die „Berliner Schnauze“ ist hier eher ungern gehört. Und es gibt auch nicht nur die Etikette, sondern alle Lebensstile und Szenen sind vertreten. Natürlich kommt es immer ein wenig darauf an, in welchen Städten des Landes man sich befindet. In der Metropole London können alle Vorurteile ausgeräumt werden. Eine schnell lebende Stadt vergleichbar mit Berlin. Alle Leute sind zielstrebig unterwegs, jedoch bekommt man meistens ein ‚Sorry‘ sobald jemand einen anrempelt. Von Etikette ist kaum etwas zu spüren, jeder lebt seinen individuellen Stil und trägt diesen auch nach außen. Die klassische Teezeit wird durch einen Coffee to go ersetzt.

Auch in Sachen Sightseeing hat London einiges zu bieten. London Eye, Big Ben, London Bridge, Buckingham Palace und Westminster Abbey sollten unbedingt in der Besichtigungstour dabei sein. Des Weiteren gibt es viele interessante und schöne Museen.

Oxford hingegen erfüllt das Klischee der vorhandenen Eliteuniversitäten absolut. Die Studentenstadt nicht weit von London zeichnet sich durch die unzähligen Colleges und Bibliotheken der University of Oxford aus. Wenn man in der Stadt unterwegs ist, begegnen einem alle paar Meter kleine Geschäfte, die Pullover mit Logos der Universitäten und andere Souvenirs oder Bücher verkaufen. Dazwischen liegen Coffeeshops, in denen Studenten über Büchern oder Laptops arbeiten oder sich gerade eine Pause gönnen.

Osteuropa – auf in die Ferne

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Dringend eine Lernpause nötig – aber keine Lust auf Strandurlaub oder Sightseeing? Du liebst musikalische, kulinarische, kulturelle und künstlerische Vielfalt. Das SZIGET – Festival auf der Freiheitsinsel in Budapest, Ungarn, bietet dir all dies jährlich sieben Tage lang. Es fühlt sich an, als ob du für eine Woche in eine andere Welt abtauchst. Auf dem Gelände sind 23 Stages, Theater, Lounges und Tanzzelte aufgebaut, und jedes einzelne von ihnen steht unter einem anderen Motto. Demnach erlebst du in den vielen verschieden dekorierten „Villages“ nicht nur musikalische Vielfalt, sondern kannst dir auch Theateraufführungen, Akrobaten und Tanzgruppen ansehen oder bei Workshops mitmachen. Falls du eine Pause von dem Trubel brauchst, kannst du dich an dem Strandabschnitt entspannen und die Sonne genießen.

Doch noch Lust auf eine Sightseeingtour?

Steht man in der Mitte der Stadt, kann man die beiden Stadtteile Buda und Pest und das Panorama der Donau mit ihren Brücken genießen. Egal, ob man auf der Aussichtsplattform des Gellert Berges, unter den Arkaden der Fischerbastei, am Donau Korso, in der Kuppel der Basilika oder neben dem Geländer der Margaretenbrücke steht… Absolut sehenswert sind Bauten wie das Opernhaus, die Millennium Metrostation, die St. Stephen’s Basilica und der Stadtpark, der zum Vajdahunyad Schloss führt. Zum Entspannen laden unzählige Spas mitten in der Stadt ein.

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In Prag gibt es nicht nur gutes Bier in unzähligen urigen Pubs, sondern auch viel zu besichtigen. Angefangen bei der Burg „Pražský hrad“ mit dem angrenzendem Viertel, in dem der Schriftsteller Franz Kafka gelebt hat, über die Karlsbrücke in die Altstadt zu der berühmten astronomischen Uhr. Prag ist von einzigartigen Bauten geprägt, die überall in der Stadt zu finden sind. Altbauten mit aufwendigem Stuck an den Fassaden, angebauten Türmchen und detaillierten Balkonen. Ebenso wie das Gebäude „Dancing House“ oder auch „Fred and Ginger“, das von dem tschechischen Architekten Vlado Milunić und dem Amerikaner Frank Gehry entworfen wurde.

Kapstadt: Metropole in Südafrika

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Im Rahmen eines Austausches war unsere Studierte Weltenbummlerin Vanessa für einen Monat in Kapstadt unterwegs.

Begonnen hat die Reise in einem Camp nicht weit außerhalb von Kapstadt. Da sich die Teilnehmer des Austausches untereinander nicht kannten, diente dieses Camp zum ersten Kennenlernen. Hier wurden verschiedene Teambuilding-Maßnahmen durchgeführt, und nach bereits 3 Tagen ging es dann das erste Mal in die Gastfamilie. Hier standen der Studierten Weltenbummlerin Vanessa und der Gastfamilie nun eine Woche zur freien Verfügung. Zu einem Besuch in Kapstadt zählt neben dem Besuch des Kaps der Guten Hoffnung, der Spitze der Kap-Halbinsel, definitiv eine Begehung des Tafelberges. Dies kann entweder auf eigene Faust unternommen werden, wobei Vanessa dabei empfiehlt, sich einen nicht zu heißen Tag auszusuchen oder bequem mit der Seilbahn hochzufahren. Oben auf dem Tafelberg angekommen, erwartet euch ein atemberaubender Blick über die gesamte Stadt. Durch die Weitläufigkeit könnt ihr auch länger oben verweilen und den Tafelberg erkunden. Inmitten des Atlantiks entdeckt ihr von hier oben Robben Island, die frühere Gefängnisinsel, auf der Nelson Mandela fast zwei Jahrzehnte verbrachte. Diese ist heute zu einem Museum umgebaut und ist in jedem Fall einen Besuch wert.

Ein weiteres sehenswertes Museum auf eurer Liste stellt das District Six Museum dar. Hier könnt ihr eine Reise in die Vergangenheit in das Gebiet der freigelassenen Sklaven, Händler, Künstler, Arbeiter und Immigranten unternehmen.

Für mehr „Großstadt-Feeling“ sorgt die Waterfront. Das moderne Einkaufszentrum Victoria & Alfred Waterfront bietet für jeden Shopping-Liebhaber den perfekten Einkaufstrip. Anschließend habt ihr in dem Riesenrad einen schönen Blick über den gesamten Hafen.

Um die Reise nach Kapstadt abzuschließen empfiehlt euch Vanessa einen Besuch des Boulders Beach. An diesem könnt ihr den freilebenden Pinguinen am kristallklaren Meer ganz nah sein.

Die restliche Zeit der Kapstadt-Reise war dem Arbeiten in einem 4-Sterne-Hotel gewidmet. Neben den Tätigkeiten im Service und an der Hotelrezeption lernte unsere Studierte Weltenbummler viele Einheimische und deren Alltag kennen. Dabei stellte sie fest, dass vor allem die Hotellerie mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten weltweit immer wieder die Leidenschaft zum Beruf weckt.

New York – die Stadt, die niemals schläft

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Wer von euch träumt nicht von einem Trip in die Stadt, die niemals schläft?!

Unsere Studierte Weltenbummlerin Vanessa war im Oktober 2010 für zwei Wochen an der Ostküste der Vereinigten Staaten in New York unterwegs. Mit mehr als acht Millionen Einwohnern ist New York die bevölkerungsreichste Stadt in der USA. Mit den verschiedenen Sehenswürdigkeiten, den 500 Galerien, rund 200 Museen, 150 Theatern und mehr als 18.000 Restaurants lockt die Stadt wohl jeden Interessierten an.

Obwohl New York die Stadt mit den höchsten Lebenserhaltungskosten in den Vereinigten Staaten ist und auch das Flugticket von Deutschland aus zu bestimmten Zeiten sehr teuer wird, gibt es auch Möglichkeiten vor Ort, günstig zu reisen. Mietet euch doch mal eine Unterkunft außerhalb von Manhattan zum Beispiel in der Bronx oder Queens. Hier kommt ihr dem alltäglichen Leben der New Yorker ein Stück näher und erreicht durch die öffentlichen Verkehrsmittel zügig das Stadtzentrum.

Doch wo fängt man in einer so großen Stadt als erstes an? Schon bei der Ankunft in Manhattan wird man von den unzähligen großen Gebäuden, dem Verkehr, den vielen typischen gelben Taxis und dem Trouble überwältigt. Eine Auszeit für Entspannung und Erholung bietet der Central Park im Zentrum von Manhattan. Mit seiner Länge von vier Kilometern und seiner Breite von 850Metern wird er auch als Grüne Lunge New Yorks genannt. Ob zu Fuß, mit einem gemieteten Fahrrad oder auf einem Boot auf einem der zahlreichen Seen, im Central Park kann man gemütlich den ganzen Tag verbringen.

Für einen unvergesslichen Ausblick über die gesamte Stadt empfiehlt dir unsere Weltenbummlerin Vanessa einen Blick von der Aussichtsplattform des Empire State Buildings. Dies gehört definitiv zu einem Besuch in New York dazu! Damit die Wartezeiten nicht so lang sind und ihr euch oben nicht so drängen musst, unsere zwei Tipps für euch: Kommt entweder ganz früh oder sehr spät, und ist es euch selbst hier noch zu voll, dann könnt ihr einen ähnlichen Blick vom Rockefeller Center haben.

Ebenfalls zu empfehlen ist ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge, das offizielle Wahrzeichen der Stadt. Von hier aus habt ihr einen tollen Blick über den East River. Verbinden könnt ihr dies gleich mit einer Bootsfahrt zur Statue of Liberty, der Freiheitsstatue.

Besonders beeindruckend ist vor allem das neue One World Trade Center mit dem National 9/11 Memorial auf dem Ground Zero, einer Gedenkstätte und einem Ort der Stille. Hier standen früher die Twin Tower des World Trade Centers.

Ein  Besuch des Times Square am Abend gehört ebenfalls zu den Dingen,  die ihr in New York sehen müsst. Um diese Atmosphäre zu beschreiben, fehlen einem die Worte. Unzählige Touristen, leuchtende LED-Werbeflächen und unzählige weitere Highlights, die euch hier erwarten.

Wie ihr seht, in New York gibt es einiges zu erleben und zu entdecken. Während dies hier nur ein kleiner Ausschnitt war, empfehlt euch unsere Studierte Weltenbummlerin Vanessa, unbedingt euch selbst von dieser atemberaubenden Stadt ein Bild zu machen.

 

Vom Tellerwäscher zum Hoteldirektor – Chancen in der Tourismusindustrie zur großen Karriere

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Jeder hat schon von dem Fachkräftemangel in der Tourismusindustrie gehört. Doch kaum einer spricht über die gewaltigen Chancen die diese Industrie mit sich bringt. 2012 brachte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine Umfrage heraus, in der 1.200 touristische Unternehmen zu ihrer Situation am Arbeitsmarkt befragt wurden. Nach dieser Studie beklagen sich über 50% der Unternehmen über mangelnde Fachkräfte in ihrer Branche und den Schwierigkeiten ihre offenen Stellen besetzen zu können. Über ein Drittel der Ausbildungsplätze im deutschen Tourismus konnten nicht besetzt werden.

Befragt man die aktuell 2,9 Millionen Arbeiter der Tourismusbranche sind die einschlägigsten Gründe für diese Misere eine schlechte Bezahlung, zu viele Überstunden und die Schichtarbeit. Nicht zuletzt werden auch die anspruchsvollen Gäste genannt, die den perfekten Service erwarten, dafür jedoch nichts bezahlen wollen.  Etwaiger Frust wird den Angestellten in meist unsachlicher Manier anvertraut. Dies alles sind abschreckende Beispiele für jeden Menschen, der sich überlegt in diesen Wirtschaftszweig einzusteigen. Seit dem hat sich die Lage weiter verschlechtert. Aber ist denn alles an dieser Branche schlecht?

Nein. Diese klare Antwort lässt sich mit etlichen Beispielen begründen, an die selbst die Beschäftigten im Tourismus kaum oder gar nicht denken. Denn die Tourismusbranche bietet etwas, was kaum eine andere Branche bieten kann. Ein Studienabschluss ist bei den meisten Unternehmen nicht nötig. Denn mit einer Ausbildung im Tourismus ist man bestens für die Anforderungen der Branche gerüstet. Wer an sich und seinen Fähigkeiten arbeitet hat die Möglichkeit schnell in den Unternehmen aufzusteigen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Hotellerie: Immer wieder trifft man hier auf Hoteldirektoren die als Hotelfachauszubildender angefangen haben und sich stetig nach oben gearbeitet haben. Auch das meist als zu gering erachtete Gehalt hat eine positive Kehrseite: Die meisten der touristischen Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern  eine Vielzahl an Benefits. Kaum eine andere Branche kann Hotelübernachtungen zu Selbstkosten anbieten, Fahrten zu Preisen die bis zu 50% unter dem regulären Tarif liegen oder komplette Reisen für die Mitarbeiter um die Locations, welche sie vermarkten sollen, kennen zu lernen. Und das sind längst nicht alle Anreize. Wer diese Benefits auf sein Gehalt  und die Aufstiegsmöglichkeiten die sich ergeben können aufschlägt wird sehen, dass man im Tourismus nicht schlechter gestellt ist als in anderen Branchen. Im Gegenteil. Die Chancen die sich bieten sind unvergleichbar.

„Ja, aber was ist denn mit den Arbeitszeiten?“ Diese Frage hört man leider viel zu oft. Schichtarbeit und das Arbeiten an Wochenenden schrecken immer noch viele Interessenten ab. Doch wer es besser weiß und sich dieses System selbst zu Nutzen machen will, kann auch hier Vorteile für sich entdecken. Termine unter der Woche sind für Beschäftigte in den meisten Branchen kaum oder nur durch Urlaubstage wahrnehmbar. Für Familien mit zwei berufstätigen Elternteilen ist es oft schwierig zu koordinieren, wer die Kinder in die KiTa bringt und abholt. Auch der teure Babysitter hat nicht immer Zeit. Und im Tourismus? Ganz einfach: Man kann durch Schichtarbeit und Teilzeitmodelle all das vereinfachen: Während ein Elternteil morgens zur Arbeit aufbrechen muss und keine Chance hat die Kinder in die KiTa zu bringen, hat der Partner der erst zur Spätschicht los muss damit kein Problem. Auch für die junge Partygeneration kann dieses System zum eigenen Vorteil angewendet werden. Denn wer schläft nicht gerne nach einer langen Partynacht aus? Kaum vorstellbar wenn man um 8 Uhr im Büro oder der Fertigungshalle stehen muss. Dass was viele als negativ erachten bietet bei genauerem Betrachten viele Vorteile. Wer das erkennt sollte keine Zeit verlieren und sich diese Vorteile zu Nutze machen und der Fachkräftemangel gehört im Tourismus bald der Vergangenheit an.

à la française e belge – Studierte Weltenbummler on Tour

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in Frankreich und Belgien

Von der Nordküste der Bretagne über Paris bis hin nach Monaco, Cannes und Marseille. Frankreich hat so einiges zu bieten und verzaubert mit seiner vielfaltigen Landschaft.

Rund 250 Strände sind an der Nordküste der Bretagne zu finden und damit der ideale Ausgangspunkt für einen erholsamen Urlaub, welcher durch einen Spaziergang entlang der malerischen Kreidefelsen zu einem unvergesslichen Moment wird.

Die Hauptstadt Paris ist vor allem als die Stadt der Liebe und der Romantik bekannt, doch gibt es darüber hinaus noch viele weitere schöne Ecken zu erkunden. In über 270 Meter  Höhe habt ihr auf dem Eiffelturm einen wunderschönen Ausblick über die Gesamte Stadt. Bei regnerischem Wetter laden euch verschiedene Museen und zahlreiche Kirche zum Verweilen ein. Ein Shoppingtrip auf der Avenue des Champs-Élysées rundet den Besuch ab. Im Disneyland Paris, nur eine Stunde von der Stadt entfernt, werden Kinderträume in Erfüllung gehen.

Im Süden von Frankreich liegt die Côte d’Azur – Cannes, Nizza, Monaco sind hierbei die bekanntesten Orte. Das unvergleichliche blaue Meer mit herrlichen 120 Kilometer  langen Stränden, atemberaubende Landschaften und kleine Dörfer im Einfluss der Provence verbindet all diese Orte miteinander. An der Côte d’Azur wird der Reichtum und Luxus, das Glücksspiel in den Casinos, erstklassige Gastronomie und die südfranzösische Lebensfreude vereint.

Belgien

Die zweisprachige belgische Hauptstadt Brüssel ist ein idealer Ausgangspunkt für einen spontanen Wochenendausflug. In Brüssel sind die Vertretungen der NATO, der Westeuropäischen Union sowie der Hauptsitz der EU beheimatet.

Das Vorurteil, dass Brüssel eine Stadt der Hochhäuser und Bürobauten sei, wird bei einem Besuch schnell beseitigt. In einigen Stadtvierteln wird schnell die Pracht von hundertjährigen Jugendstilbauten erkennbar. Rund 500 Häuser haben hier alle Kriegszeiten und den Bauboom der fünfziger und sechziger Jahre überstanden. Kulinarisch verführt werdet ihr in Brüssel an jeder Ecke. Der Duft von frischen belgischen Waffeln liegt in der Luft. Eine Portion Fritten oder die typische belgische Schokolade ist bei jedem Besuch ein Muss. Für alle Sightseeing-Liebhaber hat Brüssel neben dem Grand Place, der Town Hall, dem Manneken Pis und dem Atomium noch einiges mehr zu bieten. Diese können bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Hop-on Hop-off Bus erreicht werden.

Ganz egal wonach ihr euch sehnt – Brüssel ist definitiv eine Reise wert!

Unsere Projektleiter

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In der heutigen Woche möchten wir euch unsere sympathischen Teamleiter vorstellen. In einem Interview haben wir Fragen über das aktuelle Projekt und die Einstellung zum Studium gestellt, aber lest selbst:

Annabel, Teamleiterin der Gruppe Standgestaltung:

Was bereitet dir am meisten Spaß am Studium?
Am Studium bereiten mir am meisten die verschiedenen wirtschaftlichen Themenbereiche Spaß. Ich finde die Kurse über Controlling, Kosten- und Leistungsrechnung, sowie mathematische Inhalte sehr interessant. Auch den Einblick in die Rechtswissenschaft in den Kursen über das Wirtschaftsprivatrecht I & II halte ich für besonders belangvoll.

Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe zu gewährleisten?
Zu Beginn des Projekts haben wir uns schnell innerhalb einer WhatsApp Gruppe zusammengefunden, um die Inhalte und Planungen auch außerhalb der Uni besprechen zu können. Für die kurzen Abstimmungswege war außerdem sehr förderlich, dass wir alle im selben Kurs waren. Ich würde es nicht als Maßnahmen bezeichnen, die die Zusammenarbeit innerhalb unserer Gruppe gewährleisten, da wir uns alle bewusst sind, dass jeder seinen Teil innerhalb des Projekts haben sollte und wird. So war es viel leichter für uns, an einem Strang zu ziehen. Wir freuen uns auf die Umsetzung unserer Ideen und unseres Konzepts in der Standgestaltung auf der ITB 2018.

Laura, Teamleiterin der Presse Gruppe:

Wodurch versprichst du dir maximalen Lernerfolg?
Ich verspreche mir den maximalen Lernerfolg durch kontinuierliches und regelmäßiges Mitschreiben, Nacharbeiten, in eigenen Worten zusammenfassen und dann selbst abfragen. Bei Bedarf lass ich mich auch von anderen abfragen.

Was willst du im späteren Beruf mit Hilfe des Studiums erreichen?
Ich möchte souverän auf schwierige Situationen reagieren und mein Team professionell führen und unterstützen können. Ich möchte ein umfassendes Verständnis von wirtschaftlichen Strukturen entwickeln und dieses bestmöglich in mein Unternehmen einbringen.

Dominik, unser Finanzminister:

Wie wird die Theorie mit der Praxis in deinem Unternehmen verknüpft?
Die in der Theorie vermittelten Kenntnisse konnten zum Teil in meinem Praxisunternehmen angewandt werden. Schwierig gestaltet sich die Umsetzung des erlangten Wissens aus Modulen wie zum Beispiel Wirtschaftsrecht, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik. Diese werden meiner Meinung nach erst im weiteren Verlauf der Karriere an Bedeutung gewinnen. Fächer wie beispielsweise Finanzbuchführung, Kosten-Leistungsrechnung und Controlling konnten bis zum aktuellen Zeitpunkt vergleichsweise deutlich besser im Ausbildungsbetrieb angewandt und umgesetzt werden, da diese Themen als fester Bestandteil in der Finanzabteilung integriert sind. Zusätzlich ist deutlich hervorzuheben, dass besonders die halbjährig zu verfassenden Praxistransferberichte in Form von wissenschaftlichen Arbeiten dem Verbinden von Theorie und Praxis dienen, da hierbei jeweils ein aktuelles Thema aus dem Praxisunternehmen aufgenommen und mit dem erlernten theoretischen Input bearbeitet wird.

Wie schätzt du die persönliche Belastung durch das duale System ein?
Das duale Ausbildungssystem ist meiner Meinung nach als sehr zeitintensiv einzuschätzen. Aufgrund des jeweils dreimonatigen Wechsels zwischen der Theorie- und Praxisphase innerhalb eines Semesters und dem daraus folgenden Entfall der Semesterferien rücken sämtliche Tätigkeiten, welche nicht in Verbindung mit dem Studium bzw. der Arbeit stehen, in den Hintergrund. Neben dem täglichen Besuch der Hochschule an Werktagen während der jeweiligen Theoriephase und der ausführlichen Nachbereitung des Unterrichts und der Vorbereitung auf die jeweilige Klausurenphaseist vor allem das Erstellen der Praxistransferberichte während der Praxisphase besonders zeitintensiv. Nichtsdestotrotz überwiegen meiner Meinung nach klar die Vorteile des dualen Systems, da ein direkter Einstieg in die Praxis hiermit gewährleistet ist.

Justus, Projektleiter:

Was möchtest du nach deinem Studium machen?
Nach dem Studium werde ich dual an der HWR bleiben und meinen Master in General Management machen. Da die Hotelbranche meine Erwartungen nicht nur widerspiegelt, sondern sogar übertrifft, möchte ich meine weitere Karriere hier fortführen. In Berlin werde ich auf lange Sicht wahrscheinlich nicht bleiben, dafür locken jedoch Auslandserfahrungen nach dem Studium.

Was sind die Herausforderungen des Dualen Studiums?
Herausforderung und gleichzeitig Chance hierbei ist, wie der Name schon sagt, die Verknüpfung von Praxis und Theorie. Da die Theorie auf ein halbes Jahr komprimiert wird, ist die Phase in der Uni teils zeitintensiver als die Praxisphase.

Melanie, Teamleiterin der Marketing Gruppe:

Welchen Erfolg erhoffst du dir vom Bachelor-Abschluss?
Vom Bachelor- Abschluss erhoffe ich mir eine gesicherte Zukunft mit vielen unterschiedlichen Aufstiegsmöglichkeiten. Vor allem die Tourismusbranche steigt immer weiter auf und bietet gerade den jungen Leuten ein breitgefächertes Spektrum an Berufen. Ich wünsche mir für die Zukunft, durch diesen Abschluss eine Führungsposition zu erlangen, in der ich bei flexiblen Arbeitszeiten mein privates und berufliches Leben gut miteinander vereinbaren kann.

Was war der Anreiz das Studium zu beginnen?
Ich habe vor diesem Studium schon eine Ausbildung in meinem Unternehmen begonnen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit den Gästen zu arbeiten und einen groben Einblick in die Hotellerie zu bekommen. Doch dieser „grobe Einblick“ reichte mir nicht, und ich wollte mehr über die Organisation und die anderen Abteilungen erfahren.

Eine sich zu dieser Zeit im dritten Semester befindende duale Studentin, erzählte mir von diesem Dualen Studium an der HWR in Berlin und konnte mich schnell dafür begeistern. Kurzerhand fragte ich in unserer Personalabteilung, ob ein Wechsel von einer Ausbildung zum Studium möglich wäre und tatsächlich – es hat geklappt. 😊

Andy, Projektleiter:

Welche Maßnahmen wurden ergriffen um die Zusammenarbeit unter allen Gruppen zu gewährleisten?
Bereits in den Vorjahren haben sich Dropbox und Whatsapp als nützlich erwiesen, und von daher haben wir beide Arbeitsmittel ebenfalls eingeführt.
Die Dropbox eignet sich hervorragend, um allen Studierenden Einblicke in die relevanten Dokumente zu gewähren und um die einfache sowie zentrale Verwaltung und Bearbeitung zu ermöglichen.
Whatsapp als zweites wichtiges Arbeitsmittel ist in diesem Jahr besonders praktisch, da wir die Kommunikation zwischen 40 Studierenden aus zwei Kursen aufrecht erhalten müssen, die im Rahmen des Projektes in fünf teilweise gemischten Arbeitsgruppen organisiert sind.
Neben diesen organisatorischen Mitteln sind wir stets dabei, die Gruppen mithilfe ihrer Gruppenleiter zueinander zu führen und ihre Zusammenarbeit zu fördern. Wir können sie nicht zwingen. Aber wir können sie dazu anhalten und ihnen die Vorteile des Dialogs und der Zusammenarbeit aufzeigen. Mit den Treffen der Gruppenleiter versuchen wir, dies zu verstärken.

Welchen Herausforderungen sahst du dich als Projektleiter ausgesetzt?
Die größte Herausforderung ist wohl, dass wir trotz der Rolle Projektleiter, weiterhin Kommilitonen bleiben. Wir sind die Ersten unter Gleichen: keine Weisungsbefugnis, keine Entscheidungsbefugnis.
Führungskräfte in einem egalitären und demokratischen Umfeld. Ich vergleiche es gern mit einem Piratenschiff und dessen Kapitän(en): Die Crew bestimmt die Richtung, die Angriffe und damit die Prisen. Wir achten darauf, dass wir nicht auf Grund laufen oder versenkt werden. Und darauf, dass die Stimmung an Deck gut bleibt, alle versorgt sind und wir unser großes Ziel im Auge behalten.

Studierte Weltenbummler on Tour in Österreich/Schweiz

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Die perfekte Piste, Hänge mit Tiefschnee und ein atemberaubender Blick von der Hütte auf die verschneiten Berggipfel. So lieben wir die Winter in Österreich und der Schweiz.

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Unsere studierten Weltenbummler Laura und Nabil hatten die Chance, innerhalb der Praxisphase in einem Hotel ihres Unternehmens von Anfang Januar bis Mitte Februar in der Schweiz zu arbeiten. Die beiden haben im Sporthotel Wildstrubel in Lenk im Simmental/Berner Oberland im Service und an der Bar arbeiten dürfen.

Besonders gefallen hat ihnen die Möglichkeit, in die Berge zu fahren, das Panorama zu genießen und nach der Arbeit noch ein paar Abfahrten zu machen. Für unsere Weltenbummler gab es jedoch nicht nur Vorteile. Einer der Nachteile an der Schweiz sind definitiv das hohe Preisniveau und die anstrengende Arbeit. Die Perfekte Ablenkung gerade im Skiurlaub ist Aprés Ski. Es ist die perfekte Verbindung aus aktiver Erholung und Spaß auf der Hütte.

 

Die Alpenregion zählt zu den beliebtesten Urlaubsregionen der Deutschen. Das Alpenpanorama bietet jedoch nicht nur Skibegeisterten eine großartige Reisedestination, auch Wandern und Wellness zählen in der Region zur Hauptattraktion. Die Region besticht nicht nur im Winter mit seinen hohen Gipfeln, auch die Bergseen und grüne Täler sind ebenso atemberaubend und laden in den wärmeren Jahreszeiten zum Verweilen ein.